Mittwoch, 3. Mai 2006

Ich habe aufgegeben.

Nicht meine Mammutbaumsämchen natürlich. Aufgegeben habe ich die Hoffnung auf meinem Inselchen doch noch zu diesen Cocosdingern zu kommen. Nachdem ich gestern wieder einmal in unserem einzigen Gartencenter mit Baumschule (wie der Name schon sagt, da ist es doch das mindeste, daß die die Erde haben!) war, und sie mir immer noch nicht sagen konnten, wann diese denn nun eintreffen, habe ich nach ausführlicher Beratung dann die Anzuchterde genommen. Die ist nun keimfrei und kann nicht schimmeln.
Also angeblich ist die optimal (ich glaube, sie wollten mich loswerden), obwohl sich dort auch niemand mit der Anzucht von Mammutbäumen auskannte...

Gestern nun habe ich sie eingepflanzt, wurde auch langsam Zeit.

2

Da es (natürlich) auch kein Zimmergewächshaus gab, müssen sie es nun so schaffen. Zu diesem Zwecke habe ich den Sämchen erst einmal meine einzige Kuchenform angezogen. Sie sind in einzelnen Töpfchen, wobei ich zwei Päärchen eingepflanzt habe. Vielleicht fühlen sie sich ja zu zweit besser.... Wer weiß das schon so genau. Nun stehen sie am Küchenfenster, können die Vormittagssonne genießen.

Und ich warte....


//übrigens musste ich das Bild aus den von der Frau Budenzauberin genannten Gründen auch erst mal hier abladen.... *schäm*

Mit Bäumen sprechen (3)

Kapitel 2: Mit Setzlingen sprechen

Wenn aus einem kleinen unscheinbaren Samenkorn irgendwann einmal ein Spross ausgetreten ist und sich unter sichtlicher Anstrengung zu einem gesunden Setzling, sogar mit einigen Zweigen, entwickelt hat, kommt der Zeitpunkt, an dem man sich von einer Illusion befreien muss: Von der Illusion, man habe ein Pflänzchen vor sich, dem man mit Verniedlichungen und „guttiguttigutti“ beim Gießen einen guten Start ins Leben schaffen könne. Schon in relativ kurzer Zeit wird aus dem Setzling ein mächtiger Riese des Waldes geworden sein, und den kann man nicht so zwischen mickrige Buchen und Eichen stellen, wenn man ihm nicht auch das erforderliche Selbstbewusstsein mitgibt.

Ich möchte deshalb folgende grundsätzlichen Richtlinien für das Sprechen mit Mammutbäumen zu beachten geben:

1. Sprechen Sie mit lauter, fester Stimme.
2. Sprechen Sie den Baum direkt an, sprechen Sie nicht in der 1. Person Plural („Wir-Form“), es sei denn, Sie sind selbst ein Mammutbaum.
3. Es ist für die psychische Entwicklung des Baumes wichtig, dass Sie ihn auch in frühen Wachstumsstadien nie mit „Bäumchen“, sondern stets mit „Baum“ ansprechen.
4. Falls Ihr Mammutbaum einen Namen erhält, wählen Sie einen, der Kraft und Autorität ausstrahlt (z.B. Herkules, Siegfried, o.ä.), vermeiden Sie auch hier Verniedlichungen.
5. Bevorzugen Sie kurze prägnante Sätze, vermeiden Sie Gelaber. Ein Mammutbaum ist zwar geduldig, hört aber ungern lang erzählte Nebensächlichkeiten.
6. Ehrliches Lob und Anerkennung fördern das Wachstum des Mammutbaumes.
7. Lassen Sie sich auch in Krisensituationen wie Schädlingsbefall oder Trockenperioden keine Unsicherheit anmerken. So schaffen Sie die Voraussetzung, dass der Baum seine eigene Widerstandskraft entfalten kann.

Heul

Jetzt ist es schon 11 Tage her, daß ich in aller Liebe gesät habe und noch nix ist passiert. Obwohl ich immer ganz tolle Geschichten vorlese. Und ich bin doch so ungeduldig. Dabei stehen die Sämlinge schön am Fenster und können rausschauen. Soll'n mal hinmachen.

Ankunft

Nach Wochen des Bangens und Wartens klingelte gestern der Postmann zweimal. Jetzt sind auch meine beiden Tütchen angekommen. Also hieß es gestern Kühlschrank ausräumen, damit die Sämchen auch genügend Platz haben. Sobald es an die Aussaat geht, werde ich wieder berichten. Entgegen meiner Vorrednerin habe ich mich in die finanzielle Notlage begeben und die empfohlene Luxuserde besorgt.

[Foto füge ich bei Gelegenheit noch ein]

Freitag, 28. April 2006

Aussaat.

So, auch hier ist es endlich soweit, der Wald wurde gesetzt. Aber völlig unkonventionell und allen hier bereits erwähnten guten Erfahrungen zum Trotze: nämlich in einem Terracotta-Kasten bzw. Untersetzer. Die Koksfaserdingenspads oder Bergmammutbaumspezialanzuchterde war mir schlicht und ergreifend zu teuer, und die Torfpflanzkästchen hatte ich wohl eine Nummer zu klein gekauft, außerdem hatte ich viel mehr Samen als Kästen. Da die Samen aber heute unbedingt endlich ins Erdreich verschwinden mußten, habe ich zur preiswertesten Anzuchterde gegriffen, die es im hiesigen Raiffeisenmarkt so gab:

Mammutbaumaussaat


Nachher kommt da noch Frischhaltefolie drüber und ab auf die Fensterbank damit. Wollnwa doch mal sehen, ob da alles nicht auch günstiger geht und da allgemein viel zu viel Tohuwabohu drumrum gemacht wird.
Ich werde berichten.

(Yooee, ich mußte das Bld hier hochladen, weil ich eine Frau bin es nicht anders hinbekommen habe. Werde mir später mal eine Fachkraft zur Seite nehmen und das hier dann auswechseln.)

Donnerstag, 27. April 2006

Keimzeit

Wer noch keine sichtbaren Erfolge im Töpfchen oder in der Pflanzschale hat, wird sich fragen, wie lange es denn nun dauert, bis ein Bergmammutbaumsamen keimt.

Bei mir waren es 9 Tage zwischen Aussaat und den ersten 3 Keimen, die opraktisch gleichzeitig loslegten. Bei JustGwen ebenfalls 9 bis 10 Tage.

Aber wenn am 10. Tag noch nichts sprießt, sollte man auf keinen Fall den Kopf hängen lassen: In meiner 6er Batterie gab sich heute morgen noch ein Nachzügler die Ehre, das macht für den satte 18 Tage.

Dran bleiben!

Jetzt wirds aber Zeit!

Noch 4 Tage bis zum Ende der Anmeldefrist bei den 1000-Jährigen, also den offiziellen Gründungsmitgliedern des Mammutbaum-Events.

Gerade gestern hat sich noch der Zwölfte Mammutbaumjünger Kiloecho zu uns gesellt, aber es ist noch Platz!

Also noch mal schnell die Werbetrommel gerührt, alle Gartengeschäfte angerufen, in allen Pflanzen und Forstnewsgroups gepostet, Zettel in allen Baumärkten an die schwarzen Bretter gepinnt, und dann wollen wir doch mal sehen, ob sich noch ein paar finden.

Natürlich braucht sich niemand unter Druck gesetzt fühlen, denn mitmachen kann man auch später noch. Dafür wird es dann eine separate Teilnehmerliste geben. Jetzt, wo ich drüber nachdenk, könnte man ja auch bestimmte Grußformeln erfinden, mit denen Späteinsteiger die 1000-Jährigen ansprechen müssen, aber dazu ist auch später noch genug Zeit.

Montag, 24. April 2006

Sie schaun schon was gleich

Zum Wochenanfang gibts von mir mal ein Update über den bisherigen Keimerfolg meiner Zuchtbatterie:

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Zwei erkennbare Keime haben das Licht der Welt erblickt. Wie man auf den Töpfen sehen kann, ist der Schimmel inzwischen fast verschwunden. Erreicht hab ich das durch Belüftung (Bis zum Keimen mit Klarsichtfolie abgedeckt, jetzt nicht mehr. und Gießen nach Bedarf, also täglich ein paar Telöffel Wasser auf jedes Töpfchen, so dass keine Dauernässe entsteht. Ist zwar etwas mühsamer, scheint aber im Moment zu funktionieren.

Besonders schön ist dieser hier, der im Moment auch der größte der drei ist...

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... während der Kleinste noch seine Mütze auf hat. Da wird er sich ganz schön anstrengen müssen, um die abzustreifen.

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Wer weiß denn, ab wann man die nährstoffarme Anzuchterde mit Dünger etwas andopen darf?

Freitag, 21. April 2006

Los geht's

Auch ich will mich mal wieder melden. Nachdem die Samen nun eine Woche im Winter verbracht haben und zwei Tage quollen, habe ich heute im Baumarkt 8,47€ in Kokoserde, Töpfchen und dieses bezaubernde Zimmerglashaus investiert. Nachmittags wurde dann der Preßballen Erde zu verwertbarem Material gequollen und Abends gesät. Das Ergebnis seht ihr hier. Ich bin ja mal gespannt, ob was angeht.

Die ausgesäten Mammutbäume im schicken Gewächshaus

Ich darf auch mitspielen....

So, heute kam Post von unserem Herrn und ich habe jetzt auch "meine" Samen. Sind auch schon in den Kühlschrank gewandert, jetzt muss ich nur noch dieses Cocosdingens besorgen. Brauch ich sonst noch was? Mein Wasser hier ist recht eisenhaltig, ist das schlecht? Sollte ich lieber mit Vittel gießen?

Hey, was aufwändigeres als Bambus von Ikea gibt's hier derzeit (noch) nicht, also seht's mir nach, ja?

Donnerstag, 20. April 2006

Es grünt so grün

Also erstmal ein dickes Sorry, daß ich Euch meinen ersten Keim verschwiegen habe. Als ich das freudige Ereignis in meinem Blog postete, befand ich mich mitten in einem Everquest II-Raid und bin danach hundemüde ins Bett gefallen. Und dann habe ich mir ein paar Tage Auszeit von Diplomarbeit und Blog genommen und dabei ist das leider untergegangen.

Inzwischen sind nach dem ersten Urwelt-Mammutbaumsamen auch schon weitere gekeimt, auch die Berg- und Küstenmammutbaumsamen konnten sich zumindest teilweise zum Keimen aufraffen. Ich kann schon ein ganz klares Fazit zum Thema Erde ziehen. Die schlechtesten Keimergebnisse gepaart mit dem meisten Schimmel haben mir die kleinen Torf-Töpfchen (Jiffy) gebracht. Spitzenreiter mit dem wenigsten Schimmel und den besten Keimen ist definitiv die Kokosfaser. Sie riecht zwar etwas muffig, aber Schimmel hat sich wirklich nur ganz wenig gebildet. Irgendwo dazwischen, aber auch mit deutlicher Schimmelbildung siedelt sich die Aussaat-Erde an. Hoffentlich richtet der Schimmel keinen allzugroßen Schaden an, ich lüfte inzwischen sehr viel häufiger als alle 3 Tage (eher mehrfach am Tag) und ich drücke auch den Schimmel platt, wie mir geraten wurde. :) Ich hoffe doch sehr, daß das was bringt, so gerne tatsche ich nämlich nicht in dem Zeug rum. ;)

alle KeimeBerg MammutbaumUrwelt-Mammutbäume

Dienstag, 18. April 2006

Ich kannte einen Mammutbaum

Der Blick von meiner Terrasse ist ja schon vorgestellt worden, und auch, dass sich dort leicht einige Mammutbäume finden lassen. Zur Erinnerung nochmal der Blick nach Norden:



Im Mammutbaumregister ist der Ort mit einem überdurchschnittlich hohen Verhältnis von ca. 10 Mammutbäumen je 1000 Einwohner natürlich vermerkt, bei diesem Eintrg musste ich aber etwas nachdenken:



Seit Sommer 1998 wohn ich hier, da war doch was...



Dieses Bild, mit dem ich seinerzeit nur den Film vollmachte, deswegen ist es ´nicht wirklich auf irgendwas gerichtet, und auch nach Nachbearbeitung im Fotoprogramm noch viel zu dunkel, enthält eine Überraschung!



Hier ist nämlich der Mammutbaum noch drauf, den es nur wenige Wochen später in einem Gewitter zerfetzte, und von dem ich sogar einen 50-cm-Kernholzsplitter mitnahm und noch heute auf der Terrasse liegen hab.

Das Gebäude links vom Baum hat 8 Stockwerke über einer Stelzenkonstruktion (wegen Hochwassergefahr), ist also sicher gut 30 Meter hoch. Und der Baum, der auf einer Wiese direkt vor dem Haus stand, muss damit an die 40 Meter hoch gewesen sein. Gerade beim Gassigehen hab ich mal über den Zaun gespitzt, und tatsächlich: Die "Bodenplatte" des Riesen ist noch da - (Foto folgt)!

Wirklich schade, dass es ihn nicht mehr gibt, aber zumindest haben wir hier im Blog noch ein Foto - wenn auch kein besonders gutes.

Mammutbaumregister

Ich hatte ja weiter unten schon erwähnt, , dass sich schon längere Zeit jemand die Mühe macht, möglichst viele Mammutbäume in Deutschland in einem Mammutbaumregister zu erfassen.

Freundlicherweise ist unser Mammutbaumblog dort auch verlinkt worden, es gibt außerdem ein Diskussionsforum über Mammutbäume und viele weitere interessante Informationen.

Schaut mal da vorbei, vielleicht gibt es einen Mammutbaum in Eurer Nähe, der im Register noch auf Eintragung wartet, oder von dem dort noch kein Foto vorhanden ist, das ihr dann vielleicht ohne großen Aufwand beisteuern könnt.

Keimfrei - nein danke!

Kaum sind wir mal übers Wochenende weg, schon tut sich was in der Zucht. Vielleicht war es den Samen sonst zu unruhig, oder es war jetzt einfach an der Zeit.



Zusammen mit den Keimen gedeiht in den Töpfchen leider auch ein feiner weißgrauer Schimmelpelz, gegen den erst noch ein Mittel gefunden werden muss.





Bei Google Groups nachgeschaut, finden sich in den Newsgroups schon verschiedene Diskussionen zu dem Thema. Als erste Maßnahme soll schon das Lüften der Kultunren und das Niederdrücken der Schimmelhaare mit dem Finger helfen, dass sie sich nicht weiter ausbreiten. Und die Tropenatmosphäre unter der Klarsichtfolie ist ab jetzt auch vorbei. Dann werden wir schon den einen oder anderen durchbekommen. Außerdem hoff ich immernoch, dass jemand ein feines Hausmittelchen kennt, wie Zigarettenasche ins Gießwasser oder Pfefferkörner in den Übertopf, oder was es sonst so geben mag.

Wie siehts bei Euch aus?

Montag, 10. April 2006

Wir haben ein Icon

- und ich hoffe, ich war da jetzt nicht zu voreilig:

Es ist Just_Gwendolyns Keim. Sie hat als erste und schon nach knapp 10 Tagen ein vorzeigbares Ergebnis, und da ich mir schon seit Tagen den Kopf zerbreche, womit sich diese neutrale Icon-Maske ersetzen ließe, hab ich jetzt einfach mal zugeschlagen.

Ich empfehle jedem Teilnehmer, schnell einen neuen Beitrag oder Kommentar zu schreiben und dann auf der Twoday-Hauptseite ein paarmal hintereinander auf Aktualisieren zu drücken. So kann sich das Auge rasch an das neue Erscheinungsbild des Mammutbaum-Blogs in der Liste der neuesten Beiträge gewöhnen.

(Für den unwahrscheinlichen Fall, dass sich Gwen damit überrumpelt fühlt, muss ich natürlich schnell alles wieder rückgängig machen und nochmal auf Icon-Suche gehen.)

Andernfalls würde ich mir vorstellen, dass wir es für die ersten Monate bei diesem Icon belassen, das ja auch die Entstehung des Blogevents selbst in seinen zarten Anfängen symbolisiert, und später, vielleicht wenn jemand ein schönes Bildchen mit ersten Nadeln dran vorweisen kann, durch so eines zu ersetzen. Kritik daran und andere Vorschläge werden undemokratisch ignoriert könnt ihr natürlich gerne anbringen.

Nachtrag: Mammutbäume im täglichen Leben



Wer im Netz nach "Mammutbaum" sucht, findet uns, so weit sind wir schon mal, auch wenn wir noch keine neuen Eigengewächse hervorgebracht haben.

Wer nach "Mammutbaum" sucht, findet aber natürlich noch viel mehr zum Thema, und eine Seite kann für alle interessant sein: Die Mammutbaumdatenbank für Deutschland. Hier kann jeder Mammutbäume in seiner Nähe finden und mal besuchen. Die weiter unten erwähnten sind auch drin.

Unerfreulicherweise, aber das soll unserer Euphorie jetzt keinen Abbruch mehr tun, müssen wir auch die eine oder andere Erwartung nach unten korrigieren, die der Laber-Bernd möglicherweise in uns geweckt hat. Wikipedia - wer sonst - weiß dazu viel lehrreiches zu berichten. Das sollte sich ruhig jeder Teilnehmer mal anschauen.

Ich hänge hinterher....

Samstag sind die Samen bei mir angekommen (vielen Dank nochmal dafür). Nun erleben sie die Kühlschrankwoche.
Mittwoch kümmere ich mich dann um das Rahmenprogramm. Erde, Töpfe.... und dann geht es am Wochenende in die Quellereiphase. So langsam bin ich doch etwas aufgeregt, ist mein nicht-ganz-grüner Daumen in der Familie berüchtigt. Aber da nun auch schon andere Pflanzen in meinem Haushalt überleben wage ich mich nun an das große Projekt.

Ein kleines Problem hätte ich aber schon noch, habe ich gelesen, daß sie nach Möglichkeit in den ersten 2 Jahren nicht viel Wind abbekommen sollten. Nun, das wird hier schwer möglich sein, oder das "Bäumchen" muss erst einmal in der Wohnung heranwachsen. Aber, eines nach dem anderen, noch sind die Samen ja im Kühlschrank....

1000 Jahre Mammutbaum

Mögen sie in den Himmel wachsen!

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